PM: Nazim Hikmet und Bertolt Brecht vs. PEGIDA

Am kommenden Montag, den 18. April, werden Teilnehmer der Gegenkundgebung von „Duisburg stellt sich quer“ antirassistische und antifaschistische Gedichte und Texte von Nazim Hikmet und Bertolt Brecht mit musikalischer Begleitung vortragen.

Duisburgerinnen und Duisburger sind sowohl an diesem Montag als auch an den darauffolgenden montäglichen Gegenkundgebungen von „Duisburg stellt sich quer“ dazu eingeladen, mit antirassistischen und antifaschistischen Gedichten und Texten ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz zu setzen.

„Entgegen der menschenfeindlichen Hetze und Hasspropaganda der Rassisten und Neofaschisten, die Woche für Woche unsere Stadt besulden, wollen wir mit Gedichten und Musik aus aller Welt unsere Vielfalt und Solidarität zum Ausdruck bringen.“, sagt Runa Widderfels, eine Sprecherin des DSSQ-Bündnisses. Darüber hinaus wird der Sänger und Gitarrist, Shahin Vaziri, der vor kurzem aus dem Iran geflüchtet ist und in Duisburg lebt, auf der DSSQ-Gegenkundgebung international bekannte Lieder und auch Lieder aus seiner Heimat singen. Die Gegenkundgebung von „Duisburg stellt sich quer“ findet jeden Montag ab 18:30 Uhr vor dem Duisburger Hauptbahnhof statt.

Duisburg stellt sich quer – 16.04.2016

Aufruf zur Demonstration: Für ein weltoffenes und solidarisches Duisburg!

Plakat - 12. MärzAufruf zur Demonstration: Für ein weltoffenes und solidarisches Duisburg!

Duisburg lebt und liebt seine Vielfalt. Duisburg sowie das ganze Ruhrgebiet ist seit Jahrzehnten durch Zuwanderung geprägt. In den letzten fünfzig Jahren kamen Migranten aus Griechenland, Italien, Spanien, aus der Türkei und vielen anderen Ländern nach Duisburg. Sie haben hier Fuß gefasst und sind hier heimisch geworden. Jetzt sind es Flüchtlinge aus Afghanistan, aus dem Irak, aus Syrien oder aus Südosteuropa die hier in unserer Stadt Zuflucht, Frieden und eine Zukunft suchen.

Seit über einem Jahr marschieren Rassisten und Neofaschisten aus ganz NRW in Duisburg auf, um gegen Flüchtlinge und Migranten zu hetzen. Gesteuert werden diese rechten Aufmärsche von Ultrarechten, von der AfD und „Pro NRW“, aber auch von neofaschistischen Gruppen wie „HoGeSa“, „Die Rechte“ und polizeibekannten Kriminellen.

Die rassistische und menschenfeindliche PEGIDA und AfD setzen sich dafür ein, dass die staatliche Repression und Diskriminierung gegen Flüchtlinge und Migranten noch härter zuschlägt. Ihr Ziel ist es, die in Deutschland lebenden Menschen mit Hassreden und Lügen über Flüchtlinge und Migranten zu spalten, um das Miteinander von Deutschen und Nicht-Deutschen zu verhindern.

Wir sagen Nein! Menschen, egal welche Herkunft, Religion und Hautfarbe sie haben oder welche Sprache sie sprechen, sind in Deutschland willkommen!

Die Forderungen dieser geistigen Brandstifter bieten keine Alternativen zur sozialen Notlage in Deutschland und sind brandgefährlich, weil sie Übergriffe auf Nicht-Deutsche und auf Flüchtlingsheime legitimieren. Sie behaupten, die deutsche Bevölkerung würde unter „Überfremdung“, „Islamisierung“, „Wirtschaftsflüchtlingen“ und „kriminellen Ausländern“ leiden. Das stimmt aber nicht! Die prekäre Lebenssituation wird den Menschen durch Arbeitslosigkeit, Armut, Niedriglöhne und Stress bereitet. Und daran sind weder Flüchtlinge noch Migranten schuld!

Die Bundesregierung sorgt mit ihrer Politik dafür, dass die hier lebenden Menschen unzufrieden sind. Sie betreibt eine Politik, die Flüchtlinge und Migranten diskriminiert und unter Generalverdacht stellt. Weder die Verschärfung des Asylrechts durch die Bundesregierung noch die unmenschliche Abschottungspolitik der EU bekämpfen die Fluchtursachen der Menschen, die nach Deutschland fliehen.

Wir möchten nicht, dass Menschen, die vor Krieg und Armut nach Deutschland fliehen, Opfer von rassistischen und menschenfeindlichen Hetzkampagnen werden oder für Wahlzwecke der AfD und anderer Demagogen instrumentalisiert werden. Wir möchten eine Gesellschaft und eine Stadt, in der jeder frei von Angst und in Frieden leben kann.

Wenn wir etwas dafür tun wollen, ist es wichtig, dass wir Solidarität und Zivilcourage leben, gegen rassistische Aufmärsche protestieren und sie auch blockieren. Das reicht uns aber nicht! Wir wollen Rassismus, Nationalismus und Neofaschismus die Grundlagen entziehen. Die Grenzen verlaufen nicht zwischen Deutschen und Nicht-Deutschen, sondern zwischen Oben und Unten! Deshalb können wir soziale Verbesserungen nicht gegen, sondern nur mit Flüchtlingen und Migranten gemeinsam erkämpfen!

Dafür wollen wir am 12. März um 14 Uhr vor dem Duisburger Hbf demonstrieren!

Initiator: Duisburg stellt sich quer
Unterstützer/Unterzeichner: ADHF Duisburg (Föderation für Demokratische Rechte in Deutschland), ATIF Duisburg (Föderation der Arbeiter aus der Türkei in Deutschland), BDAS Duisburg-Essen (Bund der Alevitischen Studierenden in Deutschland), Bündnis 90/Die Grünen Kreisverband Duisburg, Bündnis 90/Die Grünen Ratsfraktion Duisburg, Cîwanên Azad Duisburg, DIE LINKE Kreisverband Duisburg, Duisburger Initiative „Flüchtlinge für Flüchtlinge“, Freies Forum Duisburg e.V., Friedensforum Duisburg, Jusos Duisburg, Linksjugend [‚solid] Duisburg, NAV-DEM Duisburg (Demokratisches Gesellschaftszentrum der KurdInnen in Deutschland), Neue Demokratische Jugend Duisburg, Mensch ist Mensch e.V., Montagsdemo Duisburg, Rebell Duisburg, Solidarität International e.V., VVN-BdA Duisburg (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten), YXK Duisburg-Essen (Verband der Studierenden aus Kurdistan e.V.)

Aufruf auf Englisch: For a Duisburg of openness and solidarity!

Duisburg lives and loves its diversity. Duisburg and the whole Ruhr Area have been shaped by immigration for decades. Over the last 50 years, migrants from Greece, Italy, Spain, Turkey and from many other countries came to Duisburg. They settled down here and made it their home. Now it is refugees from Afghanistan, Iraq, Syria or Southeastern Europe who seek shelter, freedom and a future in our city.

For over a year, racists and neo-fascists from all over NRW have been rallying in Duisburg to agitate against refugees and migrants. These right-wing marches are controlled by ultra-rightists, the AfD and „Pro NRW“, but also by neo-fascist groups such as „HoGeSa“, „Die Rechte“ and criminals known to the police.

The racist and xenophobic PEGIDA and AfD are working to bring state repression and discrimination down on refugees and migrants even harder. They use hate speech and lies to drive a wedge between the people living in Germany. They want to prevent the peaceful coexistence of Germans and non-Germans.

We will not stand for that! Human beings, regardless of their descent, religion, the color of their skin or what language they speak, are welcome to Germany!

The demands of these firebrands offer no solution to social problems in Germany. They are incendiary, because they legitimize attacks on non-Germans and refugee shelters. They say that the German population is suffering from „foreign infiltration”, „Islamization” or at the hands of „economic migrants” and „criminal foreigners”. That is not true! Unstable living situations are caused by unemployment, poverty, low wages and stress. Neither refugees nor migrants can be blamed for these!

People who live here are dissatisfied with the federal government’s agenda. Its policies discriminate against refugees and migrants, and put them under general suspicion. Neither the federal government’s tightening of asylum regulations nor the EU’s inhumane closed-door policy help fight what is causing people to flee to Germany in the first place.

We do not want people who come to Germany trying to escape war and poverty becoming the victims of racist and xenophobic smear campaigns. We do not want the AfD and other demagogues using them to gather votes. We desire a society and a city in which everyone can live free from fear and in peace.

If we want to work towards that, it is important to show solidarity and courage, to protest against racist demonstrations and blockade them, too. But we want more than that! We want to pull the rug out from under racism, nationalism and neo-fascism. The boundaries are drawn not between Germans and non-Germans, but between those at the bottom and those at the top! That is why we can fight for and win social progress only together with refugees and migrants, not against them!

That is what we want to protest for in front of the Duisburg main station (Hauptbahnhof) on March 12, 2:00 pm (14:00 h)!

Aufruf auf Rumänisch: Pentru un oras Duisburg – cosmopolit si solidar!

Orasul Duisburg traieste si iubeste diversitatea. Duisburg, ca si toata regiunea Ruhr este de zeci de ani marcat de imigratie. Pe parcursul ultimilor cincizeci de ani au sosit migranti din Grecia, Italia, Spania, din Turcia si din multe alte tari in Duisburg. Acestia sau adaptat aici si se simt ca acasa. Acum sunt refugiati din Afganistan, Irak, Siria sau din Europa de Est care-si cauta in orasul nostru adapot, pace si un viitor.

Mai bine de un an rasistii si Neo-fascistii din toata regiunea NRW se indreapta spre Duisburg pentru a agita impotriva refugiatilor si a migrantilor. Aceste marsuri ale extremei de dreapta sunt dirijate de AfD si „Pro NRW“, dar si de gruparile Neo-fasciste precum „HoGeSa“, De Dreapta („Die Rechte“) si de criminali cunoscuti politiei. Rasistise si mizantropice Pegida si AfD se angajeaza pentru ca represiunile guvernamentale si discriminarile impotriva refugiatilor si migrantilor sa fie mai tari. Scopul lor este, ca cetatenii care traiesc in Germania sa fie impartiti prin vorbe de ura si minciuni despre refugiati si migranti, pentru a impiedica viata in comun a cetatenilor germani cu a celor de alta nationalitate.

Noi spunem NU! Oamenii, egal de unde provin, ce religie sau culoare a pielii au, sau ce limba vorbesc, sunt in Germania bineveniti!

Cerintele incendiatorilor spirituali nu pun la dipozitie alternative pentru situatia sociala din Germania si sunt foarte periculoase pentru ca sunt atacuri asupra cetatenilor straini si a caselor de refugiati. Ei sunt de parere ca poporul german ar suferi de pe urma infiltrarii straine, a islamizarii si a criminalilor straini. Insa asa ceva nu e posibil! Situatia precara de viata din Germania este creata de somaj, saracie, salarii mici si stres. Si pentru aceasta situatie nu poarta nici o vina refugiatii sau migrantii!

Guvernul face cu politica sa cetatenii acestui stat nemultumiti. Guvernul duce o politica prin care refugiatii si migrantii sunt discriminati si ii prezinta ca vinovati. Insa nici inasprirea legii refugiatilor a guvernului si nici politica de blocare a pietii inumane practicata de Uniunea Europeana nu pot sa combata cauzele de fuga ale acestor oameni care-si parasesc tara si vin in Germania.

Noi nu dorim ca oamenii, care din cauza razboiului si a saraciei fug spre Germania sa devina victime urii rasiste si mizantropice sau sa fie instrumentalizati pentru dedicarea optionala a AfD-ului si a altor demagogi. Noi ne dorim o lume si un oras in care fiecare sa traiasca fara frica si in pace. Daca vrem sa schimbam ceva este important sa traim in solidaritate si sa aratam curaj civil, sa protestam impotriva paradelor rasiste si chiar sa le blocam. Insa nu e de ajuns!

Noi vrem sa ne debarasam de elementele de baza ale rasismului, nationalismului si Neo-fascismului. Granitile nu sunt situate intre cetateni de origine germana si cetateni de alta origine, nu, sunt intre SUS si JOS! De aceea nu putem cistiga imbunatatiri sociale daca suntem impotriva refugiatilor si a migrantilor, ci numai cu ei impreuna.

Pentru asta vrem sa demonstram pe 12 Martie ora 14.00 in fata garii din Duisburg!

Aufruf auf Türkisch: Kozmopolit ve dayanışmacı bir Duisburg için!

Duisburg kozmopolit yönünü hem seviyor hem yaşatıyor. Duisburg ve Ruhr bölgesi yılardır bir göç hikayesidir. Son 50 yılda Yunanistan, İtalya, İspanya, Türkiye ve saymadığımız nice ülkeden insanlar göç etmiş ve Duisburg’da kök salmıştır. Şimdi ise Afganistan, Suriye, Irak ve Güneydoğu Avrupa ülkelerindeki insanlar yerini yurdunu bırakıp burda, bizim şehrimizde barınacak bir hayat, barış ve bir gelecek arıyorlar.

Bir senedir tüm NRW bölgesinin ırkçıları, nazileri, yeni dönem faşistleri Duisburg’da toplanıyorlar. Tek amaçları mülteci ve göçmenlere karşı halkı kışkırtmak. Bu yürüyüşlerin arka perdesi aşırı sağcı örgütlenmelerdir. AfD, „Pro NRW“ gibi siyasi partileri, ama aynı zamanda „HoGeSa“ ve „Die Rechte“ gibi polisçe bilinen dayakcı, sabıkalı ayak takımınıda içlerinde bulabilirsiniz.

Irkçı ve insan düşmanı PEGIDA ve AfD’nin ana taleplerinden biri mülteci ve yabancılara uygulanan devlet baskısını ve ayrımcılığı daha da artırmak. Onların hedefi Almanya’da yaşayan insanları, mülteci ve göçmenler hakkında kışkırtıcı ve yalan yanlış idaalar ile parçalayıp bölmek. Böylece halkların iç içe ve beraberce yaşamasını engellemek istiyorlar.

Buna verilecek tek cevabımız var: Hayır! İnsanların etnik köken, din, dil, renk ayrışmazsızın Almanya’da yeri var!

Bu sağcı ideoloji Almanya’daki ekonomik ve sosyal sıkıntılar için ne bir çözümdür nede bir alternatif. Tam aksine, zihinsel zehirleri, mültecilerin, yabancıların ve insanca bir dünya savunan herkesin, kundaklanmasının ve darb edilmesinin sebebidir. Idaaları şudur: Alman halkının temel sorunu batının islamlaşması, yabancılaşması, suça eğimli yabancılar ve ekonomik nedenlerden göç edenlermiş. Bu bir yalan!

Bu toplumda yaşanan fakirliğin, yoksuluğun, işsizliğin, düşük gelirliğin ve stresin sebepleri farklıdır. Ne mültecilerin nede göçmenlerin bunda suç payı var.

Alman hükümetinin politikası toplum içinde mutsuzluk ve huzursuzluk yaratıyor. Siyasetleri mülteci ve göçmenleri zan altında bırakıp, birer azınlı suçlu olarak göstermek. Ne göç yasasının sıkılaştırılması nede Avrupa Birliği’nin ördüğü duvarlar göçün sebeplerini ortadan kaldırabilir.

Bizler, Almanya’ya sığınan insanların ırkçı ve insan düşmanı, kışkırtıcı bir propagandanın kurbanı, AfD ve benzeri partilerin seçim mazemesi olarak kullanılmasını istemiyoruz. Bizler, insanca, korkmadan ve huzur içinde yaşanılan bir toplum ve şehir istiyoruz.

Bunun için harekete geçmek istiyorsak, dayanışmayı ve medeni cesareti yaşamamız lazım. Bu kara zihniyetin yürüyüşlerine karşı durup engel olmamız gerek. Lakin bu yeterli değil! İrkcılığı, milliyetçiliği ve faşizmi kökten yok etmek istiyoruz. Sınırlar almanlar veya yabancılar arasında değil, üst ve alt sınıf arasından geçiyor! Bu yüzden sosyal haklar ve kazanımları, mülteciler, göçmenler ve almanlar ancak ortak mücadelede elde edebilirler!

Bunun için 12 Mart’da saat 14’de Duisburg Hauptbahnhof’un önünde yürüyüşe çağrıyoruz!

 

Stellungnahme zu den Vorwürfen der Duisburger Polizei und zur falschen Berichterstattung über den DSSQ-Infostand

Seit nun mehr als einem Jahr organisiert das Bündnis „Duisburg stellt sich quer“, dem mehr als zwei dutzend Gruppen, Organisationen und Parteien angehören, Kundgebungen und Infostände gegen die rassistische Hetze und Angriffe der PEGIDA NRW und anderen rassistisch-neofaschistischen Gruppierungen und Parteien, wie NPD, „Nationaler Widerstand Duisburg“ und Kameradschaften. Hierbei waren und sind wir stets bemüht, einen breiten und friedlichen Protest zu organisieren.

Unsere fortlaufenden Warnungen an die verantwortliche Politik und die Sicherheitskräfte in unserer Stadt sind bis heute leider auf taube Ohren gestoßen. So haben sich unsere Befürchtungen leider bewahrheitet. Heute haben sich die PEGIDA-Aufmärsche in Duisburg zu einem Sammelpunkt für landesweit bekannte Neonazi-Gruppen entwickelt. Montag für Montag erleben wir, wie gewaltbereite Neonazis und Hooligans aus ganz NRW unsere Stadt belagern und für einen unerträglichen Zustand sorgen. Parallel dazu marschieren Neonazis und andere Rassisten durch das Stadtzentrum und greifen DSSQ-Aktivisten an, wie zuletzt am 30. Januar 2016 am DSSQ-Infostand vor dem Forum Duisburg.

Durch gezielte Hetze in den sozialen Medien, wie bspw. auf der Facebook-Seite von PEGIDA NRW, werden Anhänger dazu aufgerufen, gegen die Infostände des Bündnisses „Duisburg stellt sich quer“ vorzugehen. Diese organisierte Hetze haben wir konkret am 30. Januar 2016 erlebt, als DSSQ-Aktivisten von einer 10-köpfigen PEGIDA-Gruppe beschimpft, beleidigt und später auch attackiert wurden. Die „gute“ Zusammenarbeit von PEGIDA NRW und Neonazis konnten wir an diesem Tag unmissverständlich sehen, als etwa dreißig Minuten nach dem Vorfall zwanzig stadtbekannte HoGeSa- und NPD-Anhänger in unmittelbarer Nähe des DSSQ-Infostandes erschienen sind und einen Angriff versuchten!

Die Polizei Duisburg hat unsere Warnungen ignoriert. Bereits zu Beginn unseres Infostandes am 30. Januar 2016 haben wir die Duisburger Polizei angerufen und auf die Gefahrenlage hingewiesen. Diese Warnung wurde leider einfach beschwichtigt bzw. ignoriert. Erst nach dem erfolgten Angriff durch die PEGIDA-Gruppe und erst nach dem zweiten Anruf kam die Polizei zum Ort des Geschehens. Auch hier haben wir die parteiische Haltung von einigen Polizeibeamten bemerkt. Obwohl vor den Augen von dutzenden Menschen unser genehmigter Infostand angegriffen wurde, hat die Polizei, aufgrund Lügenaussagen der PEGIDA-Gruppe, auch die Personalien von einigen unserer Aktivisten festgestellt. Am gleichen Abend des Vorfalls wurden ebenfalls auf der Facebook-Seite von PEGIDA NRW Morddrohungen gegen DSSQ-Aktivisten veröffentlicht. Daraufhin haben wir bei der Duisburger Staatsanwaltschaft Anzeigen gegen die Betreiber der Facebook-Seite von PEGIDA NRW und einen namentlich bekannten Rassisten erstattet.

Auch gegen unseren Infostand am 20. Februar 2016 wurde auf der Facebook-Seite von PEGIDA NRW mobilisiert. So wurden Neonazis und Rassisten aufgefordert, unserem Infostand einen „Besuch“ abzustatten und Bilder von DSSQ-Aktivisten zu machen.

Falsche Berichterstattung über den Infostand am 20. Februar 2016

Der Infostand des Bündnisses „Duisburg stellt sich quer“ befand sich direkt vor dem Forum auf der Königstraße. Die vermeintliche „Prügelei“ oder „Schlägerei“ passierte nach Polizeiangaben auf der Düsseldorfer Straße, also 250 Meter von unserem Infostand entfernt. An diesem Tag waren etwa 70 Teilnehmer und Unterstützer an unserem Infostand und mehrere hundert Menschen vor dem Eingang des Forums. Wir haben in keiner Weise mitbekommen, dass es, etwa 250 Meter von uns entfernt, zu einer „Prügelei“ oder „Schlägerei“ gekommen ist. Auch waren die Teilnehmer und Unterstützer des DSSQ-Infostandes an keiner Auseinandersetzung beteiligt. Selbst dann als die Polizei mit zwei Streifenwagen zu unserem Infostand kam, diesen dreimal hintereinander umkreiste und ohne den Grund zu benennen oder eine Auskunft zu geben, einen 59-jährigen DSSQ-Aktivisten, der Frührentner mit körperlicher Einschränkung ist, nach seinen Personalien fragte, wussten wir von der vermeintlichen „Prügelei“ oder „Schlägerei“ nicht Bescheid. Daher fordern wir hiermit die Duisburger Polizei auf, das Bündnis „Duisburg stellt sich quer“ nicht mehr zu diffamieren und zu kriminalisieren. Die Berichterstattungen, basierend auf eventuelle Polizeiberichte, sind grundlegend falsch. Ebenfalls fordern wir die Richtigstellung der Tatsachen und Veröffentlichung unserer Darstellung! Und die demokratische Öffentlichkeit bitten wir um Unterstützung, damit Rassismus, Intoleranz und braunes Gedankengut aus unserer Stadt vertrieben werden.

Auch in Zukunft wird es heißen: Duisburg stellt sich quer!
Gemeinsam gegen Rassismus und Neofaschismus!
Für ein weltoffenes und solidarisches Duisburg!

Duisburg stellt sich quer – 24.02.2016

PM: PEGIDA-Anhänger attackieren DSSQ-Infostand

Heute Nachmittag haben Rassisten und Neofaschisten von PEGIDA NRW versucht, die Teilnehmer des DSSQ-Infostandes zu provozieren und haben mit Gegenständen die Aktivisten des DSSQ-Bündnisses in der Duisburger Innenstadt attackiert.

Während die Aktivisten des DSSQ-Bündnisses vor dem Forum auf der Königstraße ihren Infostand aufgeschlagen haben, haben sich ungefähr acht bekannte PEGIDA-Anhänger am Eingang des Forums versammelt und haben mit provozierender Geste Fotos von DSSQ-Aktivisten aufgenommen. Daraufhin haben die Aktivisten einen vor Ort anwesenden Polizeibeamten angesprochen und haben ihn auf die gezielte und offensichtliche Provokation aufmerksam gemacht. Dieser hat jedoch zur Kenntnis gegeben, dass er nichts dagegen unternehmen könne.

Kurze Zeit später haben die PEGIDA-Anhänger angefangen, unmittelbar vor den DSSQ-Aktivisten Flugblätter von PEGIDA NRW zu verteilen, infolgedessen ist es zu einer Diskussion zwischen den Aktivisten und den PEGIDA-Anhängern gekommen. Die Rassisten und Neofaschisten von PEGIDA NRW sind handgreiflich geworden und haben mit Gegenständen und Fäusten auf die Teilnehmer des DSSQ-Infostandes eingeschlagen. Die Anmelderin des DSSQ-Infostandes hat dann die Polizei über die gezielte und offensichtliche Provokation benachrichtigt, die wenige Minuten später mit etwa sechs Einsatzwagen vor dem Forum eingetroffen ist.

Anschließend haben die Teilnehmer des DSSQ-Infostandes Anzeige wegen Körperverletzung und Beleidigung erstattet. Die Polizei hat den PEGIDA-Anhängern Platzverweis erteilt. Ungefähr eine Stunde nach der Provokation haben sich erneut PEGIDA-Anhänger in der Nähe des Infostandes versammelt, dieses Mal verstärkt durch etwa zwanzig HoGeSa-Anhänger, und haben versucht, die Aktivisten einzuschüchtern.

Trotz der Provokation haben die Aktivisten des DSSQ-Bündnisses ihren Infostand zu Ende geführt und die Duisburger dazu aufgerufen, den Protest gegen diese von Rassisten und Neofaschisten initiierten und durchsetzten Bewegung weiter zu führen und zu stärken. Wir lassen uns von nichts und niemandem einschüchtern und rufen erst recht für Montag ab 18:30 Uhr zur Gegenkundgebung vor dem Duisburger Hauptbahnhof auf.

Duisburg stellt sich quer – 30.01.2016

PM: Brutaler Polizeieinsatz gegen friedliche NazigegnerInnen am Jahrestag der Reichspogromnacht

Pegida-DuisburgAn die Presse und Öffentlichkeit in Duisburg:

Etwa 500 DuisburgerInnen gingen am gestrigen Montag gegen Fremdenhass, Rassismus und Intoleranz auf die Straße. Ausgerechnet am Jahrestag der Reichspogromnacht hatte PEGIDA NRW zum „Abendspaziergang“ in der Duisburger Innenstadt aufgerufen, den die Stadtspitze um Oberbürgermeister Sören Link und die Duisburger Polizeileitung den Rassisten und Faschisten von PEGIDA NRW gewährte.

Friedliche GegendemonstrantInnen, die sich der rassistischen und menschenfeindlichen Hetze von PEGIDA NRW entgegenstellten und diese mit Mitteln des zivilen Ungehorsams verhindern wollten, wurden von Hunderschaften der Polizei brutal angegriffen. Mehrere TeilnehmerInnen unserer Gegenkundgebung wurden dabei schwer verletzt, darunter ein 63-jähriger Rentner mit akuten Herzproblemen, der durch den schweren Schlagstockeinsatz der Polizei am Kopf lebensgefährlich verletzt wurde und anschließend ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Einer Gegendemonstrantin wurde der Fuß gebrochen, während unsere Gegenkundgebung unter starkem Schubsen durch die Hundertschaften der Polizei rechtswidrig eingekesselt wurde. Polizeibeamte weigerten sich unter anderem, die Personalien von einem PEGIDA-Anhänger aufzunehmen, der vor den Augen der Polizei einen Minderjährigen niederschlug, trotz mehrmaliger Verweise und Warnungen vor Strafvereitelung durch aufmerksame GegendemonstrantInnen.

Das Bündnis „Duisburg stellt sich quer“ verurteilt den brutalen Polizeieinsatz gegen friedliche NazigegnerInnen und ruft die Stadtspitze um Oberbürgermeister Sören Link und die Duisburger Polizeileitung dazu auf, aus dem unverhältnismäßigen Polizeieinsatz Konsequenzen zu ziehen und die wöchentlichen Aufmärsche von PEGIDA NRW in Duisburg endlich zu verbieten.

Es darf nicht sein, dass Woche für Woche den Rassisten und Faschisten von PEGIDA NRW der Bahnhofsvorplatz und die Straßen von Duisburg freigeräumt werden, während DuisburgerInnen, die gegen Fremdenhass, Rassismus und Intoleranz demonstrieren, von Hundertschaften der Polizei niedergeknüppelt werden.

Wir lassen uns durch die Schikane der Polizei nicht einschütern und rufen alle DuisburgerInnen dazu auf, erst recht sich den Rassisten und Faschisten von PEGIDA NRW entgegenzustellen, solange bis PEGIDA NRW in Duisburg und sonst irgendwo Geschichte ist!

Duisburg stellt sich quer – 10.11.2015

PRESSEMITTEILUNG: Infostand des Bündnisses „Duisburg stellt sich quer“ am 7. Februar in der Innenstadt‏‏

An die Presse und Öffentlichkeit in Duisburg:

Das Bündnis „Duisburg stellt sich quer“ wird am Samstag, den 7. Februar, einen Infostand durchführen. Von 13:00 – 16:00 Uhr findet man uns auf der Königstraße auf der Höhe des Forums/König-Heinrich-Platz. Wir halten es für notwendig, über Inhalte, Methoden und Ziele der rassistischen, reaktionären PEGIDA-Bewegung aufzuklären.
Dazu wird ein Flugblatt des Bündnisses verteilt und AktivistInnen des Bündnisses werden vor Ort sein, um Fragen zu beantworten. Wir sind der Ansicht, dass dieser von Rassisten und Neofaschisten initiierten und durchsetzten Bewegung weiterhin der Protest der ganzen demorkatischen Öffentlichkeit entgegenschlagen muss. Deshalb rufen wir für Montag, den 9. Februar, ab 17:30 Uhr zu einer Protestkundgebung vor dem Duisburger Hauptbahnhof auf. Wir freuen uns auf rege Beteiligung.

Duisburg stellt sich quer – 05.02.2015

PRESSEMITTEILUNG: Solidarität mit AntifaschistInnen! Gegen staatliche Repression!‏

An die Presse und Öffentlichkeit in Duisburg:

Am vergangenen Montag, den 26. Januar, wurde im Vorfeld der Anti-PEGIDA-Proteste ein Duisburger Antifaschist von Polizisten in Zivil vor seiner Haustür festgenommen. Wie uns mitgeteilt wurde, hat die Polizei ihn noch am selben Tag einem Richter vorgeführt. Außerdem wurde ohne die Möglichkeit Widerspruch einlegen zu können, eine Haft bis zum nächsten Morgen angeordnet. Vorwurf und die Begründung dieser Schikane soll eine angebliche Verabredung mit einer Gruppe sein, wonach sich die Gruppe Steine in einem Baumarkt gekauft haben soll. Er hätte, so die Polizei, „die Absicht gehabt, Straftaten zu begehen.“ So absurd und fragwürdig diese Anschuldigung auch klingen mag, wird dem Antifaschisten nun „Vorbereitung eines schweren Landfriedensbruches“ vorgeworfen. Es ist alt her bekannt, dass die Polizei diese Anschuldigungen als Druckmittel und repressive Maßnahme gegen AntifaschistInnen nutzt. Wir kritisieren diese willkürliche Repression gegen AntifaschistInnen aufs Schärfste!
Hintergrund der Proteste waren Aufmärsche von Rassisten und Neonazis, welche seit dem 19. Januar in Duisburg gegen das interkulturelle Zusammenleben und gegen eine angebliche „Islamisierung“ demonstrieren. Mehrere tausend Menschen hatten mit Blockaden und Kundgebungen gegen die rassistische Hetze von PEGIDA NRW demonstriert. Seit Beginn der Proteste beobachten wir, wie die Duisburger Polizei und auch die lokale Presse gezielt versuchen, die Anti-PEGIDA-Proteste zu diffamieren und AntifaschistInnen zu kriminalisieren, die willkürlich und ohne Begründung kontrolliert werden und Platzverweise erteilt bekommen. Die Presse hat sich seit Beginn der Proteste zum Ziel genommen, die Anti-PEGIDA-Bewegung, welche sich für ein solidarisches und friedliches Miteinander einsetzt, zu verunglimpfen. Mit keinem Wort wurde der Angriff auf unsere Gegenkundgebung am 19. Januar vor dem Duisburger Hauptbahnhof in der darauffolgenden Berichterstattung erwähnt. Die Polizei sah es nicht für notwendig an, einzugreifen, während unsere Gegenkundgebung von 50 gewaltbereiten und bewaffneten Neonazis angegriffen wurde. Allein durch die Zivilcourage der Anti-PEGIDA-DemonstrantInnen konnte Schlimmeres verhindert werden. Wir betrachten es als einen politischen Skandal, dass Menschen, die sich gegen Rassismus und Neofaschismus einsetzen, von der Polizei als „Gefährder“ eingestuft und verfolgt werden.
Wir, ein breites Bündnis aus demokratischen, antirassistischen und antifaschistischen Gruppen, Organisationen und Parteien, werden nicht dulden, dass Rassisten und Neonazis in Duisburg ihre rassistische und menschenfeindliche Hetze verbreiten. Wir rufen dazu auf, sich PEGIDA NRW entgegenzustellen und ihre Hetze mit Mitteln des zivilen Ungehorsams zu verhindern!

Duisburg stellt sich quer – 30.01.2015

 

PRESSEMITTEILUNG: Infostand des Bündnisses „Duisburg stellt sich quer“ am 31. Januar in der Innenstadt

An die Presse und Öffentlichkeit in Duisburg:

Das Bündnis „Duisburg stellt sich quer“ wird am Samstag, den 31. Januar, einen Infostand durchführen. Von 13:00 – 16:00 Uhr findet man uns auf der Königstraße auf der Höhe des Forums/König-Heinrich-Platz. Wir halten es für notwendig, über Inhalte, Methoden und Ziele der rassistischen, reaktionären PEGIDA-Bewegung aufzuklären. Dazu wird ein Flugblatt des Bündnisses erscheinen und alle beteiligten Organisationen und auch Aktivisten stehen Rede und Antwort.
Wir sind der Ansicht, dass dieser von Neofaschisten initiierten und durchsetzten Bewegung weiterhin, wie am 19. Januar, der Protest der ganzen demorkatischen Öffentlichkeit entgegenschlagen muss. Deshalb rufen wir für Montag, den 2. Februar, ab 17:30 Uhr zu einer Protestkundgebung auf dem Bahnhofsvorplatz auf. Wir freuen uns auf rege Beteiligung.

Duisburg stellt sich quer – 30.1.2015

Presseerklärung: Den Rassisten in den Weg stellen! DUISBURG STELLT SICH QUER!

An die Presse und Öffentlichkeit in Duisburg:

Am vergangenen Montag folgten tausende Duisburger dem Aufruf des Bündnisses „Duisburg stellt sich quer“, des DGB Niederrhein und der demokratischen Öffentlichkeit, um gemeinsam und entschlossen ein Zeichen gegen Rassismus und Fremdenhass zu setzen. Die Duisburger zeigten abermals, dass die Hetze von Rassisten und Neonazis gegen die hier lebenden Migranten, Flüchtlinge und Menschen muslimischen Glaubens, aber auch insgesamt gegen die demokratische und progressive Bevölkerung, keinen Platz in Duisburg hat.

Nach Düsseldorf, Köln und Bonn versuchte PEGIDA NRW mit der offensichtlichen Unterstützung der Partei Die Rechte, NPD, Kameradschaften, PRO NRW und sonstigen Rassisten und Neonazis aus ganz NRW ihre Teilnehmerzahl aufzustocken – doch vergebens! Dem Aufruf der PEGIDA NRW folgte ein Häuflein von Rassisten, darunter gewaltbereite und bewaffnete Nazi-Hooligans, die von hinten auf die Gegendemonstration am Duisburger Hauptbahnhof stürmten und friedliche Anti-PEGIDA-DemonstrantInnen angriffen. Allein durch die Zivilcourage von vielen Anti-PEGIDA-DemonstrantInnen, die sich schützend vor die Gegendemonstration am Duisburger Hauptbahnhof stellten, konnte Schlimmeres verhindert werden.

Wir verurteilen diesen Angriff auf unsere Demonstration, auf das Demonstrations- und Versammlungsrecht und fordern daher, dass polizeiliche wie auch gerichtliche Maßnahmen gegen diese gewaltbereiten Nazi-Hooligans ergriffen werden.

Wir bedauern, dass der DGB Niederrhein dieses Mal nicht zu Gegenprotesten gegen PEGIDA NRW in Duisburg aufruft. Wir hingegen möchten an dem Erfolg der Anti-PEGIDA-Gegenproteste vom vergangenen Montag anknüpfen und die Duisburger jeden Montag zu einer breiten Teilnahme an den Demonstrationen gegen PEGIDA NRW ermutigen. Die Protestkundgebung beginnt um 17:30 Uhr vor dem Duisburger Hauptbahnhof.

Wir, ein breites Bündnis aus demokratischen, antirassistischen und antifaschistischen Gruppen, Organisationen und Parteien, rufen dazu auf, sich der rassistischen und menschenfeindlichen Hetze von PEGIDA NRW entgegenzustellen und mit Mitteln des zivilen Ungehorsams zu verhindern!

Duisburg stellt sich quer – 25.1.2015

Auf die Straßen am 1. Mai – Gemeinsam und entschlossen gegen NPD und PRO NRW!

01. Mai 2014 | 09:30 Uhr | Duisburg HBF

Für den 1. Mai kündigt die neofaschistische NPD unter dem Motto „Arbeitsplätze schaffen statt Asylflut fördern“ einen Propagandazug durch die Duisburger Innenstadt an. Am Abend desselben Tages will auch die rechts-populistische Partei PRO NRW erneut in Duisburg-Rheinhausen ihre ausländerfeindliche Hetze gegen die dort lebende rumänische und bulgarische Bevölkerung verbreiten.

Traditionell ist der 1. Mai der Tag, an dem weltweit Millionen Menschen auf die Straße gehen, um für eine solidarische Gesellschaft, für internationale Solidarität, gleiche Rechte für Alle und gegen Krieg zu demonstrieren – unabhängig von ihrer Herkunft, ihrem Geschlecht, der Hautfarbe oder der Religion. Gerade an diesem Tag sind die rechten Aufmärsche eine ganz besondere Provokation. Unter dem Nazi-Regime wurde die organisierte Arbeiterbewegung zerschlagen, zehntausende GewerkschafterInnen, SozialdemokratInnen und KommunistInnen in Konzentrationslager verschleppt, gefoltert und ermordet.

Wir rufen deshalb alle DuisburgerInnen auf, sich denen am 1. Mai in den Weg zu stellen, um damit ein klares Zeichen gegen Rassismus zu setzen. Stoppen wir gemeinsam die Hetze auf unseren Straßen und solidarisieren wir uns mit den Menschen, die gezwungen sind wegen Krieg, Armut und Ausbeutung ihre Heimat zu verlassen.

Wir sagen Nein zur geistigen Brandstiftung

Im vergangenen Jahr ist es in Rheinhausen wiederholt zu Angriffen und Drohungen gegen die im sogenannten „Problemhaus“ In den Peschen wohnenden Roma gekommen. Eine gefährliche Allianz aus von der Presse als „besorgte Nachbarschaft“ bezeichneten BürgerInnen und Rechtsradikalen hatte dazu eine eigene Facebook-Seite erstellt, in der offen zu Angriffen auf das „Roma-Haus“aufgerufen worden ist.

Die offiziellen VertreterInnen der Stadt Duisburg, sowie die lokale Presse – allen voran die WAZ – schüren immer wieder rassistische Vorurteile in der Bevölkerung, wenn sie besonders Roma mit einer angeblich erhöhten Kriminalität, Prostitution und ähnlichem in Verbindung setzen. Sie versuchen damit die zunehmende Angst vieler BürgerInnen vor einer unsicheren Zukunft in Hass gegen vermeintlich „fremde“ Kulturen zu wandeln, um so von ihrer eigenen Verantwortung für die seit vielen Jahren betriebene Politik des Sozialabbaus, der Leiharbeit, der Niedriglöhne und Hartz IV abzulenken.

So bieten sie, etwa mit dem Abstempeln des „Sozialtourismus“, dem brauen Mob Steilvorlagen für ihre Propaganda. Die Rechten brauchen das Ganze nur sprachlich zuzuspitzen, dann werden aus den zugewanderten Menschen „Fremdkörper“, die nicht zu unserem Kulturkreis passten und deshalb hier nichts zu suchen hätten.

PRO NRW hat versucht, diese Steilvorlagen zu nutzen. In der zweiten Jahreshälfte 2013 hatte sie mehrfach zu Demonstrationen und Kundgebungen, insbesondere in den Stadtteilen Neumühl und Rheinhausen aufgerufen, um dort ihre menschenverachtenden Parolen zu verkünden. Auch die NPD versucht, von dieser Stimmung zu profitieren. Im vergangenen Bundestagswahlkampf konnte sie z.B. in Rheinhausen in einem Stimmbezirk mehr als 10% der WählerInnenstimmen erreichen. Ein Ergebnis, welches aus Sicht eines jeden demokratisch gesinnten Menschen deutlich bedenkliche Signale sendet und Aufklärungsarbeit sowie antirassistischen und antifaschistischen Widerstand unerlässlich macht.

Asyl und Bewegungsfreiheit sind Menschenrechte

Lassen wir nicht zu, dass NPD und PRO NRW auf dem Rücken von ZuwandererInnen und Flüchtlingen ihre menschenverachtende Politik betreiben. Das Bündnis DUISBURG STELLT SICH QUER wird auch künftig zu Gegenprotesten gegen rechte Aufmärsche aufrufen. Wir wollen der wachsenden rassistisch motivierten Feindschaft gegenüber Asylsuchenden und dem erstarkenden Antiromaismus entgegentreten. Daher fordern wir, dass den ZuwandererInnen aus Rumänien und Bulgarien kurzfristig angemessener Wohnraum zur Verfügung gestellt wird und dass ihnen der Zugang zu Arbeit und die Integration, z.B. durch Kita-Plätze, Schulbildung, Sprachkurse für Alle, Gesundheitsversorgung und mehr SozialarbeiterInnen erleichtert werden.

Rassismus bekämpfen – Solidarität mit allen Flüchtlingen!
Duisburg stellt sich quer!

01. Mai 2014 | 09:30 Uhr | Duisburg HBF