Aufruf zur Protestkundgebung gegen PEGIDA NRW und „Mütter gegen Gewalt“

Für ein weltoffenes und solidarisches Duisburg!

Duisburg lebt und liebt seine Vielfalt. Duisburg sowie das ganze Ruhrgebiet sind seit Jahrzehnten durch Zuwanderung geprägt. In den letzten fünfzig Jahren kamen Migranten aus Griechenland, Italien, Spanien, aus der Türkei und vielen anderen Ländern nach Duisburg. Sie haben hier Fuß gefasst und sind hier heimisch geworden. Jetzt sind es Menschen aus Afghanistan, aus dem Irak, aus Syrien oder aus Südosteuropa, die hier in unserer Stadt Zuflucht, Frieden und eine Zukunft suchen.

Die rassistische und neofaschistische PEGIDA NRW und die rechtsextreme „Mütter gegen Gewalt“ rufen am 5. Mai zu einer „Großdemo“ in Duisburg auf, um Themen wie „Frauenrechte“ und „Gewalt“ für ihre Zwecke zu instrumentalisieren und gegen Geflüchtete und Migranten zu hetzen. Diese geistigen Brandstifter wollen rassistische Vorurteile bedienen und gegen die Vielfalt in unserer Stadt hetzen. Gesteuert werden diese rechten Aufmärsche von Ultrarechten, von der AfD und „Pro NRW“, aber auch von neofaschistischen Gruppen wie „HoGeSa“, „Die Rechte“ und polizeibekannten Kriminellen. Wir als Duisburgerinnen und Duisburger stellen uns diesem „Wolf im Schafspelz“ entgegen. Der harmlose Titel „Mütter gegen Gewalt“ verheimlicht, mit wem dort marschiert werden soll: Nationalisten, Chauvinisten, Rassisten und Rechtsradikale aller Couleur.

Die rassistische und menschenfeindliche PEGIDA NRW und die rechtsextreme „Mütter gegen Gewalt“ setzen sich dafür ein, dass die staatliche Repression und Diskriminierung gegen Geflüchtete und Migranten noch härter zuschlägt. Ihr Ziel ist es, die in Deutschland lebenden Menschen mit Hassreden und Lügen über Geflüchtete und Migranten zu spalten, um das Miteinander von Deutschen und Nicht-Deutschen zu verhindern.

Wir sagen Nein! Menschen, egal welche Herkunft, Religion und Hautfarbe sie haben oder welche Sprache sie sprechen, sind in Deutschland willkommen!

Die Forderungen dieser geistigen Brandstifter sind brandgefährlich, weil sie Übergriffe auf Nicht-Deutsche und auf Flüchtlingsheime legitimieren. Sie behaupten, die deutsche Bevölkerung würde unter „Überfremdung“, „Islamisierung“, „Wirtschaftsflüchtlingen“ und „kriminellen Ausländern“ leiden, deutsche Frauen seien Opfer von Gewalt durch Geflüchtete und Migranten. Die rechtsextreme „Mütter gegen Gewalt“ richtet sich nicht gegen die Gewalt von Männern an Frauen, sondern instrumentalisiert lediglich die Herkunft und die mutmaßliche Religionszugehörigkeit für ihre rassistische und menschenfeindliche Hetze.

Wir möchten nicht, dass Menschen, die vor Krieg und Armut nach Deutschland fliehen, Opfer von rassistischen und menschenfeindlichen Hetzkampagnen werden oder für Wahlzwecke der AfD und anderer Demagogen instrumentalisiert werden. Wir möchten eine Gesellschaft und eine Stadt, in der jeder frei von Angst und in Frieden leben kann.

Wenn wir etwas dafür tun wollen, ist es wichtig, dass wir Solidarität und Zivilcourage leben, gegen rassistische Aufmärsche protestieren und sie auch blockieren. Das reicht uns aber nicht! Wir wollen Rassismus, Nationalismus und Neofaschismus die Grundlagen entziehen. Die Grenzen verlaufen nicht zwischen Deutschen und Nicht-Deutschen, sondern zwischen Oben und Unten! Deshalb können wir soziale Verbesserungen nur mit Geflüchteten, mit den Gewerkschaften und in einem breiten Bündnis gemeinsam erkämpfen!

Rassisten und Faschisten haben weder in Duisburg noch sonst irgendwo was zu suchen! Stoppt die rassistische Hetze und kommt am 5. Mai um 13 Uhr zur Gegenkundgebung am Hohenzollernplatz in Duisburg-Neumühl!

Duisburg stellt sich QUER

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