Kategorie-Archiv: Presse

PM: Nazim Hikmet und Bertolt Brecht vs. PEGIDA

Am kommenden Montag, den 18. April, werden Teilnehmer der Gegenkundgebung von „Duisburg stellt sich quer“ antirassistische und antifaschistische Gedichte und Texte von Nazim Hikmet und Bertolt Brecht mit musikalischer Begleitung vortragen.

Duisburgerinnen und Duisburger sind sowohl an diesem Montag als auch an den darauffolgenden montäglichen Gegenkundgebungen von „Duisburg stellt sich quer“ dazu eingeladen, mit antirassistischen und antifaschistischen Gedichten und Texten ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz zu setzen.

„Entgegen der menschenfeindlichen Hetze und Hasspropaganda der Rassisten und Neofaschisten, die Woche für Woche unsere Stadt besulden, wollen wir mit Gedichten und Musik aus aller Welt unsere Vielfalt und Solidarität zum Ausdruck bringen.“, sagt Runa Widderfels, eine Sprecherin des DSSQ-Bündnisses. Darüber hinaus wird der Sänger und Gitarrist, Shahin Vaziri, der vor kurzem aus dem Iran geflüchtet ist und in Duisburg lebt, auf der DSSQ-Gegenkundgebung international bekannte Lieder und auch Lieder aus seiner Heimat singen. Die Gegenkundgebung von „Duisburg stellt sich quer“ findet jeden Montag ab 18:30 Uhr vor dem Duisburger Hauptbahnhof statt.

Duisburg stellt sich quer – 16.04.2016

PM: PEGIDA-Anhänger attackieren DSSQ-Infostand

Heute Nachmittag haben Rassisten und Neofaschisten von PEGIDA NRW versucht, die Teilnehmer des DSSQ-Infostandes zu provozieren und haben mit Gegenständen die Aktivisten des DSSQ-Bündnisses in der Duisburger Innenstadt attackiert.

Während die Aktivisten des DSSQ-Bündnisses vor dem Forum auf der Königstraße ihren Infostand aufgeschlagen haben, haben sich ungefähr acht bekannte PEGIDA-Anhänger am Eingang des Forums versammelt und haben mit provozierender Geste Fotos von DSSQ-Aktivisten aufgenommen. Daraufhin haben die Aktivisten einen vor Ort anwesenden Polizeibeamten angesprochen und haben ihn auf die gezielte und offensichtliche Provokation aufmerksam gemacht. Dieser hat jedoch zur Kenntnis gegeben, dass er nichts dagegen unternehmen könne.

Kurze Zeit später haben die PEGIDA-Anhänger angefangen, unmittelbar vor den DSSQ-Aktivisten Flugblätter von PEGIDA NRW zu verteilen, infolgedessen ist es zu einer Diskussion zwischen den Aktivisten und den PEGIDA-Anhängern gekommen. Die Rassisten und Neofaschisten von PEGIDA NRW sind handgreiflich geworden und haben mit Gegenständen und Fäusten auf die Teilnehmer des DSSQ-Infostandes eingeschlagen. Die Anmelderin des DSSQ-Infostandes hat dann die Polizei über die gezielte und offensichtliche Provokation benachrichtigt, die wenige Minuten später mit etwa sechs Einsatzwagen vor dem Forum eingetroffen ist.

Anschließend haben die Teilnehmer des DSSQ-Infostandes Anzeige wegen Körperverletzung und Beleidigung erstattet. Die Polizei hat den PEGIDA-Anhängern Platzverweis erteilt. Ungefähr eine Stunde nach der Provokation haben sich erneut PEGIDA-Anhänger in der Nähe des Infostandes versammelt, dieses Mal verstärkt durch etwa zwanzig HoGeSa-Anhänger, und haben versucht, die Aktivisten einzuschüchtern.

Trotz der Provokation haben die Aktivisten des DSSQ-Bündnisses ihren Infostand zu Ende geführt und die Duisburger dazu aufgerufen, den Protest gegen diese von Rassisten und Neofaschisten initiierten und durchsetzten Bewegung weiter zu führen und zu stärken. Wir lassen uns von nichts und niemandem einschüchtern und rufen erst recht für Montag ab 18:30 Uhr zur Gegenkundgebung vor dem Duisburger Hauptbahnhof auf.

Duisburg stellt sich quer – 30.01.2016

PM: Brutaler Polizeieinsatz gegen friedliche NazigegnerInnen am Jahrestag der Reichspogromnacht

Pegida-DuisburgAn die Presse und Öffentlichkeit in Duisburg:

Etwa 500 DuisburgerInnen gingen am gestrigen Montag gegen Fremdenhass, Rassismus und Intoleranz auf die Straße. Ausgerechnet am Jahrestag der Reichspogromnacht hatte PEGIDA NRW zum „Abendspaziergang“ in der Duisburger Innenstadt aufgerufen, den die Stadtspitze um Oberbürgermeister Sören Link und die Duisburger Polizeileitung den Rassisten und Faschisten von PEGIDA NRW gewährte.

Friedliche GegendemonstrantInnen, die sich der rassistischen und menschenfeindlichen Hetze von PEGIDA NRW entgegenstellten und diese mit Mitteln des zivilen Ungehorsams verhindern wollten, wurden von Hunderschaften der Polizei brutal angegriffen. Mehrere TeilnehmerInnen unserer Gegenkundgebung wurden dabei schwer verletzt, darunter ein 63-jähriger Rentner mit akuten Herzproblemen, der durch den schweren Schlagstockeinsatz der Polizei am Kopf lebensgefährlich verletzt wurde und anschließend ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Einer Gegendemonstrantin wurde der Fuß gebrochen, während unsere Gegenkundgebung unter starkem Schubsen durch die Hundertschaften der Polizei rechtswidrig eingekesselt wurde. Polizeibeamte weigerten sich unter anderem, die Personalien von einem PEGIDA-Anhänger aufzunehmen, der vor den Augen der Polizei einen Minderjährigen niederschlug, trotz mehrmaliger Verweise und Warnungen vor Strafvereitelung durch aufmerksame GegendemonstrantInnen.

Das Bündnis „Duisburg stellt sich quer“ verurteilt den brutalen Polizeieinsatz gegen friedliche NazigegnerInnen und ruft die Stadtspitze um Oberbürgermeister Sören Link und die Duisburger Polizeileitung dazu auf, aus dem unverhältnismäßigen Polizeieinsatz Konsequenzen zu ziehen und die wöchentlichen Aufmärsche von PEGIDA NRW in Duisburg endlich zu verbieten.

Es darf nicht sein, dass Woche für Woche den Rassisten und Faschisten von PEGIDA NRW der Bahnhofsvorplatz und die Straßen von Duisburg freigeräumt werden, während DuisburgerInnen, die gegen Fremdenhass, Rassismus und Intoleranz demonstrieren, von Hundertschaften der Polizei niedergeknüppelt werden.

Wir lassen uns durch die Schikane der Polizei nicht einschütern und rufen alle DuisburgerInnen dazu auf, erst recht sich den Rassisten und Faschisten von PEGIDA NRW entgegenzustellen, solange bis PEGIDA NRW in Duisburg und sonst irgendwo Geschichte ist!

Duisburg stellt sich quer – 10.11.2015

PRESSEMITTEILUNG: Infostand des Bündnisses „Duisburg stellt sich quer“ am 7. Februar in der Innenstadt‏‏

An die Presse und Öffentlichkeit in Duisburg:

Das Bündnis „Duisburg stellt sich quer“ wird am Samstag, den 7. Februar, einen Infostand durchführen. Von 13:00 – 16:00 Uhr findet man uns auf der Königstraße auf der Höhe des Forums/König-Heinrich-Platz. Wir halten es für notwendig, über Inhalte, Methoden und Ziele der rassistischen, reaktionären PEGIDA-Bewegung aufzuklären.
Dazu wird ein Flugblatt des Bündnisses verteilt und AktivistInnen des Bündnisses werden vor Ort sein, um Fragen zu beantworten. Wir sind der Ansicht, dass dieser von Rassisten und Neofaschisten initiierten und durchsetzten Bewegung weiterhin der Protest der ganzen demorkatischen Öffentlichkeit entgegenschlagen muss. Deshalb rufen wir für Montag, den 9. Februar, ab 17:30 Uhr zu einer Protestkundgebung vor dem Duisburger Hauptbahnhof auf. Wir freuen uns auf rege Beteiligung.

Duisburg stellt sich quer – 05.02.2015

PRESSEMITTEILUNG: Solidarität mit AntifaschistInnen! Gegen staatliche Repression!‏

An die Presse und Öffentlichkeit in Duisburg:

Am vergangenen Montag, den 26. Januar, wurde im Vorfeld der Anti-PEGIDA-Proteste ein Duisburger Antifaschist von Polizisten in Zivil vor seiner Haustür festgenommen. Wie uns mitgeteilt wurde, hat die Polizei ihn noch am selben Tag einem Richter vorgeführt. Außerdem wurde ohne die Möglichkeit Widerspruch einlegen zu können, eine Haft bis zum nächsten Morgen angeordnet. Vorwurf und die Begründung dieser Schikane soll eine angebliche Verabredung mit einer Gruppe sein, wonach sich die Gruppe Steine in einem Baumarkt gekauft haben soll. Er hätte, so die Polizei, „die Absicht gehabt, Straftaten zu begehen.“ So absurd und fragwürdig diese Anschuldigung auch klingen mag, wird dem Antifaschisten nun „Vorbereitung eines schweren Landfriedensbruches“ vorgeworfen. Es ist alt her bekannt, dass die Polizei diese Anschuldigungen als Druckmittel und repressive Maßnahme gegen AntifaschistInnen nutzt. Wir kritisieren diese willkürliche Repression gegen AntifaschistInnen aufs Schärfste!
Hintergrund der Proteste waren Aufmärsche von Rassisten und Neonazis, welche seit dem 19. Januar in Duisburg gegen das interkulturelle Zusammenleben und gegen eine angebliche „Islamisierung“ demonstrieren. Mehrere tausend Menschen hatten mit Blockaden und Kundgebungen gegen die rassistische Hetze von PEGIDA NRW demonstriert. Seit Beginn der Proteste beobachten wir, wie die Duisburger Polizei und auch die lokale Presse gezielt versuchen, die Anti-PEGIDA-Proteste zu diffamieren und AntifaschistInnen zu kriminalisieren, die willkürlich und ohne Begründung kontrolliert werden und Platzverweise erteilt bekommen. Die Presse hat sich seit Beginn der Proteste zum Ziel genommen, die Anti-PEGIDA-Bewegung, welche sich für ein solidarisches und friedliches Miteinander einsetzt, zu verunglimpfen. Mit keinem Wort wurde der Angriff auf unsere Gegenkundgebung am 19. Januar vor dem Duisburger Hauptbahnhof in der darauffolgenden Berichterstattung erwähnt. Die Polizei sah es nicht für notwendig an, einzugreifen, während unsere Gegenkundgebung von 50 gewaltbereiten und bewaffneten Neonazis angegriffen wurde. Allein durch die Zivilcourage der Anti-PEGIDA-DemonstrantInnen konnte Schlimmeres verhindert werden. Wir betrachten es als einen politischen Skandal, dass Menschen, die sich gegen Rassismus und Neofaschismus einsetzen, von der Polizei als „Gefährder“ eingestuft und verfolgt werden.
Wir, ein breites Bündnis aus demokratischen, antirassistischen und antifaschistischen Gruppen, Organisationen und Parteien, werden nicht dulden, dass Rassisten und Neonazis in Duisburg ihre rassistische und menschenfeindliche Hetze verbreiten. Wir rufen dazu auf, sich PEGIDA NRW entgegenzustellen und ihre Hetze mit Mitteln des zivilen Ungehorsams zu verhindern!

Duisburg stellt sich quer – 30.01.2015

 

PRESSEMITTEILUNG: Infostand des Bündnisses „Duisburg stellt sich quer“ am 31. Januar in der Innenstadt

An die Presse und Öffentlichkeit in Duisburg:

Das Bündnis „Duisburg stellt sich quer“ wird am Samstag, den 31. Januar, einen Infostand durchführen. Von 13:00 – 16:00 Uhr findet man uns auf der Königstraße auf der Höhe des Forums/König-Heinrich-Platz. Wir halten es für notwendig, über Inhalte, Methoden und Ziele der rassistischen, reaktionären PEGIDA-Bewegung aufzuklären. Dazu wird ein Flugblatt des Bündnisses erscheinen und alle beteiligten Organisationen und auch Aktivisten stehen Rede und Antwort.
Wir sind der Ansicht, dass dieser von Neofaschisten initiierten und durchsetzten Bewegung weiterhin, wie am 19. Januar, der Protest der ganzen demorkatischen Öffentlichkeit entgegenschlagen muss. Deshalb rufen wir für Montag, den 2. Februar, ab 17:30 Uhr zu einer Protestkundgebung auf dem Bahnhofsvorplatz auf. Wir freuen uns auf rege Beteiligung.

Duisburg stellt sich quer – 30.1.2015

Presseerklärung: Den Rassisten in den Weg stellen! DUISBURG STELLT SICH QUER!

An die Presse und Öffentlichkeit in Duisburg:

Am vergangenen Montag folgten tausende Duisburger dem Aufruf des Bündnisses „Duisburg stellt sich quer“, des DGB Niederrhein und der demokratischen Öffentlichkeit, um gemeinsam und entschlossen ein Zeichen gegen Rassismus und Fremdenhass zu setzen. Die Duisburger zeigten abermals, dass die Hetze von Rassisten und Neonazis gegen die hier lebenden Migranten, Flüchtlinge und Menschen muslimischen Glaubens, aber auch insgesamt gegen die demokratische und progressive Bevölkerung, keinen Platz in Duisburg hat.

Nach Düsseldorf, Köln und Bonn versuchte PEGIDA NRW mit der offensichtlichen Unterstützung der Partei Die Rechte, NPD, Kameradschaften, PRO NRW und sonstigen Rassisten und Neonazis aus ganz NRW ihre Teilnehmerzahl aufzustocken – doch vergebens! Dem Aufruf der PEGIDA NRW folgte ein Häuflein von Rassisten, darunter gewaltbereite und bewaffnete Nazi-Hooligans, die von hinten auf die Gegendemonstration am Duisburger Hauptbahnhof stürmten und friedliche Anti-PEGIDA-DemonstrantInnen angriffen. Allein durch die Zivilcourage von vielen Anti-PEGIDA-DemonstrantInnen, die sich schützend vor die Gegendemonstration am Duisburger Hauptbahnhof stellten, konnte Schlimmeres verhindert werden.

Wir verurteilen diesen Angriff auf unsere Demonstration, auf das Demonstrations- und Versammlungsrecht und fordern daher, dass polizeiliche wie auch gerichtliche Maßnahmen gegen diese gewaltbereiten Nazi-Hooligans ergriffen werden.

Wir bedauern, dass der DGB Niederrhein dieses Mal nicht zu Gegenprotesten gegen PEGIDA NRW in Duisburg aufruft. Wir hingegen möchten an dem Erfolg der Anti-PEGIDA-Gegenproteste vom vergangenen Montag anknüpfen und die Duisburger jeden Montag zu einer breiten Teilnahme an den Demonstrationen gegen PEGIDA NRW ermutigen. Die Protestkundgebung beginnt um 17:30 Uhr vor dem Duisburger Hauptbahnhof.

Wir, ein breites Bündnis aus demokratischen, antirassistischen und antifaschistischen Gruppen, Organisationen und Parteien, rufen dazu auf, sich der rassistischen und menschenfeindlichen Hetze von PEGIDA NRW entgegenzustellen und mit Mitteln des zivilen Ungehorsams zu verhindern!

Duisburg stellt sich quer – 25.1.2015