Auf die Straßen am 1. Mai – Gemeinsam und entschlossen gegen NPD und PRO NRW!

01. Mai 2014 | 09:30 Uhr | Duisburg HBF

Für den 1. Mai kündigt die neofaschistische NPD unter dem Motto „Arbeitsplätze schaffen statt Asylflut fördern“ einen Propagandazug durch die Duisburger Innenstadt an. Am Abend desselben Tages will auch die rechts-populistische Partei PRO NRW erneut in Duisburg-Rheinhausen ihre ausländerfeindliche Hetze gegen die dort lebende rumänische und bulgarische Bevölkerung verbreiten.

Traditionell ist der 1. Mai der Tag, an dem weltweit Millionen Menschen auf die Straße gehen, um für eine solidarische Gesellschaft, für internationale Solidarität, gleiche Rechte für Alle und gegen Krieg zu demonstrieren – unabhängig von ihrer Herkunft, ihrem Geschlecht, der Hautfarbe oder der Religion. Gerade an diesem Tag sind die rechten Aufmärsche eine ganz besondere Provokation. Unter dem Nazi-Regime wurde die organisierte Arbeiterbewegung zerschlagen, zehntausende GewerkschafterInnen, SozialdemokratInnen und KommunistInnen in Konzentrationslager verschleppt, gefoltert und ermordet.

Wir rufen deshalb alle DuisburgerInnen auf, sich denen am 1. Mai in den Weg zu stellen, um damit ein klares Zeichen gegen Rassismus zu setzen. Stoppen wir gemeinsam die Hetze auf unseren Straßen und solidarisieren wir uns mit den Menschen, die gezwungen sind wegen Krieg, Armut und Ausbeutung ihre Heimat zu verlassen.

Wir sagen Nein zur geistigen Brandstiftung

Im vergangenen Jahr ist es in Rheinhausen wiederholt zu Angriffen und Drohungen gegen die im sogenannten „Problemhaus“ In den Peschen wohnenden Roma gekommen. Eine gefährliche Allianz aus von der Presse als „besorgte Nachbarschaft“ bezeichneten BürgerInnen und Rechtsradikalen hatte dazu eine eigene Facebook-Seite erstellt, in der offen zu Angriffen auf das „Roma-Haus“aufgerufen worden ist.

Die offiziellen VertreterInnen der Stadt Duisburg, sowie die lokale Presse – allen voran die WAZ – schüren immer wieder rassistische Vorurteile in der Bevölkerung, wenn sie besonders Roma mit einer angeblich erhöhten Kriminalität, Prostitution und ähnlichem in Verbindung setzen. Sie versuchen damit die zunehmende Angst vieler BürgerInnen vor einer unsicheren Zukunft in Hass gegen vermeintlich „fremde“ Kulturen zu wandeln, um so von ihrer eigenen Verantwortung für die seit vielen Jahren betriebene Politik des Sozialabbaus, der Leiharbeit, der Niedriglöhne und Hartz IV abzulenken.

So bieten sie, etwa mit dem Abstempeln des „Sozialtourismus“, dem brauen Mob Steilvorlagen für ihre Propaganda. Die Rechten brauchen das Ganze nur sprachlich zuzuspitzen, dann werden aus den zugewanderten Menschen „Fremdkörper“, die nicht zu unserem Kulturkreis passten und deshalb hier nichts zu suchen hätten.

PRO NRW hat versucht, diese Steilvorlagen zu nutzen. In der zweiten Jahreshälfte 2013 hatte sie mehrfach zu Demonstrationen und Kundgebungen, insbesondere in den Stadtteilen Neumühl und Rheinhausen aufgerufen, um dort ihre menschenverachtenden Parolen zu verkünden. Auch die NPD versucht, von dieser Stimmung zu profitieren. Im vergangenen Bundestagswahlkampf konnte sie z.B. in Rheinhausen in einem Stimmbezirk mehr als 10% der WählerInnenstimmen erreichen. Ein Ergebnis, welches aus Sicht eines jeden demokratisch gesinnten Menschen deutlich bedenkliche Signale sendet und Aufklärungsarbeit sowie antirassistischen und antifaschistischen Widerstand unerlässlich macht.

Asyl und Bewegungsfreiheit sind Menschenrechte

Lassen wir nicht zu, dass NPD und PRO NRW auf dem Rücken von ZuwandererInnen und Flüchtlingen ihre menschenverachtende Politik betreiben. Das Bündnis DUISBURG STELLT SICH QUER wird auch künftig zu Gegenprotesten gegen rechte Aufmärsche aufrufen. Wir wollen der wachsenden rassistisch motivierten Feindschaft gegenüber Asylsuchenden und dem erstarkenden Antiromaismus entgegentreten. Daher fordern wir, dass den ZuwandererInnen aus Rumänien und Bulgarien kurzfristig angemessener Wohnraum zur Verfügung gestellt wird und dass ihnen der Zugang zu Arbeit und die Integration, z.B. durch Kita-Plätze, Schulbildung, Sprachkurse für Alle, Gesundheitsversorgung und mehr SozialarbeiterInnen erleichtert werden.

Rassismus bekämpfen – Solidarität mit allen Flüchtlingen!
Duisburg stellt sich quer!

01. Mai 2014 | 09:30 Uhr | Duisburg HBF

Keine Rassisten am 1. Mai in Duisburg! Duisburg stellt sich quer!

Neofaschisten und Rassisten wollen den 1. Mai für ihre menschenverachtende Propaganda missbrauchen und Demonstrationen in Duisburg durchführen. Wir sagen: Gegen Rassismus und Antiromaismus, für eine solidarische Gesellschaft! DUISBURG STELLT SICH QUER!

Gegenproteste sind in Planung, achtet auf weitere Ankündigungen!

Am 07.12. erneut auf die Straßen gegen PRO NRW und Rassismus!

Samstag, 07. 12. 2013 | 12.00 Uhr | Holtenerstrasse / Ecke Alexstrasse | Duisburg-Neumühl | Flyer PDF

Rassismus bekämpfen – Solidarität mit allen Flüchtlingen!

Nach nur einem Monat kündigt PRO NRW erneut eine Kundgebung gegen eines der ursprünglich geplanten Flüchtlingsheime in Duisburg-Neumühl an. Nach unseren erfolgreichen Protesten im letzten Monat, will PRO NRW diesmal nicht wie angekündigt auch in Rheinhausen demonstrieren.

Am kommenden Samstag werden auch wir erneut in Neumühl sein und rufen zu einer Gegenkundgebung auf, um ein Zeichen gegen Rassismus und PRO NRW zu setzen. Stoppen wir die Hetze auf den Straßen Duisburgs und solidarisieren uns mit den Menschen, die gezwungen sind wegen Krieg, Armut und Ausbeutung ihre Länder zu verlassen. Lasst uns gemeinsam demonstrieren für eine solidarische Gesellschaft! Weiterlesen

Selbstverständnis online!

Das antifaschistische Bündnis „Duisburg stellt sich quer“, welches sich bereits im Jahre 2010 in Duisburg Marxloh erfolgreich mit mehreren tausend Menschen gegen die Aufmärsche der neofaschistische Partei NPD und der rechtspopulistischen Splitterpartei PRO NRW in den Weg gestellt hatte, hat sich neu konstituiert, um der wachsenden fremdenfeindlichen und teilweise pogromartigen Hetze gegen Asylsuchende und Zuwanderer aus Bulgarien und Rumänien eine entschlossene und antirassistische Arbeit entgegen zu setzen.

uberuns_dssq2010

Die unterstützenden Gruppen und Einzelpersonen sind sich darüber einig, dass in Duisburg kein Platz für rechtsradikale Hetze ist und dass rechte Aufmärsche mit aller Entschlossenheit verhindert werden müssen.

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