Über Uns

Das antifaschistische Bündnis „Duisburg stellt sich quer“, welches sich bereits im Jahre 2010 in Duisburg Marxloh erfolgreich mit mehreren tausend Menschen gegen die Aufmärsche der neofaschistische Partei NPD und der rechtspopulistischen Splitterpartei PRO NRW in den Weg gestellt hatte, hat sich neu konstituiert, um der wachsenden fremdenfeindlichen und teilweise pogromartigen Hetze gegen Asylsuchende und Zuwanderer aus Bulgarien und Rumänien eine entschlossene und antirassistische Arbeit entgegen zu setzen.

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Die unterstützenden Gruppen und Einzelpersonen sind sich darüber einig, dass in Duisburg kein Platz für rechtsradikale Hetze ist und dass rechte Aufmärsche mit aller Entschlossenheit verhindert werden müssen.

In den letzten Wochen hatte PRO NRW mehrfach zu Demonstrationen und Kundgebungen, insbesondere in den Stadtteilen Neumühl und Rheinhausen aufgerufen, um dort ihre menschenverachtenden Parolen zu verkünden. Sie instrumentalisieren an dieser Stelle die aufgeladene und oft rassistische Stimmung unter der Bevölkerung für ihre Propaganda. So gelang es ihnen inzwischen wiederholt, in Neumühl mehrere Dutzend BürgerInnen in ihre Demos einzubinden. Gemeinsam mit den Aktivisten von PRO NRW skandierten sie lautstark: „Kein Asyl in Neumühl“ .

Im vergangenen Bundestagswahlkampf konnte auch die NPD deutliche Erfolge verzeichnen. In den besagten Stadtteilen erreichte sie in einzelnen Wahlbezirken mehr als 10% der Wähler. Ein Ergebnis, welches aus Sicht des Bündnisses deutlich bedenkliche Signale sendet und Aufklärungsarbeit und antirassistischen Widerstand unerlässlich macht.

In den vergangenen Monaten ist es auch in Rheinhausen, rund um das sogenannte „Problemhaus“ In den Peschen 3-5, welches mehrheitlich von Roma bewohnt wird, wiederholt zu Angriffen und Drohungen gegen die dort lebenden Menschen gekommen. Eine gefährliche Allianz aus in der Presse als „besorgte Nachbarschaft“ bezeichneten BürgerInnen und Rechtsradikalen hatte dazu eine eigene Facebookseite erstellt, in der offen zu Angriffen auf das Roma-Haus aufgerufen worden ist. Wir sprechen uns gleichermaßen gegen die von offiziellen Repräsentanten der Duisburger Politik wie u.a. Oberbürgermeister Sören Link immer wieder geschürten rassistischen Ressentiments aus, wenn ins besondere Roma mit einer angeblich erhöhten Kriminalität, Prostitution etc. in Verbindung gebracht werden. Dies sind gewissermaßen „Steilvorlagen“ für den braunen Mob, die dann sprachlich nur zugespitzt werden müssen, um die leider auch in der deutschen Bevölkerung weit verbreiteten Vorurteile zu bedienen, dass die zugewanderten Menschen gewissermaßen „Fremdkörper“ sind, die nicht zu unserem Kulturkreis passen und deshalb hier nichts zu suchen hätten.

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Das Bündnis wird auch künftig zu angemessenen Gegenprotesten gegen rechte Aufmärsche aufrufen. Diesem wachsenden Chauvinismus gegen Asylsuchende und dem erstarkenden Antiromaismus wird das Bündnis mit aller Entschiedenheit entgegentreten. Aus seinem Selbstverständis heraus fordert das Bündnis, dass den Zuwanderern aus Rumänien und Bulgarien kurzfristig angemessener Wohnraum zur Verfügung gestellt wird und dass ihnen das Recht auf Arbeit und existenssichernde Leistungen gewährt wird. Des weiteren ist Asylsuchenden menschenwürdiger Wohnraum zur Verfügung zu stellen, sowie die freie Beweglichkeit zu zusichern.

WIR FORDERN

 Gleichheit und Respekt für alle Flüchtlinge und Zuwanderer 


• Die sofortige Bereitstellung von menschenwürdigen Wohnungen

• Diskriminierungsfreien Zugang von Arbeitsverhältnissen

• Bleiberecht für alle 

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